Frankfurt/Main Flughafen

Losgelaufen in Japan – Tokyo

Für knapp drei Wochen bin ich in Japan unterwegs um Land und Leute kennenzulernen. Meine Route führt mich von Tokyo nach Kyoto, Fukuoka, Kagoshima, Osaka und Yokohama.

Ankommen in Tokyo

Der Flug von Frankfurt/Main nach Tokyo/Haneda ging um kurz nach 18 Uhr und dauerte ziemlich genau 11 Stunden bis zur Ankunft um 12 Uhr Ortszeit. Für mich 11 schlaflose Stunden. Im Vorfeld las ich, dass Japaner so ziemlich jede Chance nutzen um etwas schlaf abzubekommen, da der Japaner sonst nur sehr wenig zum schlafen kommt. Sei es U-Bahn, Parkbank oder eben auch Flugzeug. Meine Sitznachbarin schlief schon auf dem Weg zum Rollfeld, noch vor der Sicherheitseinweisung, ein und auch fast komplett durch. Wie auch alle anderen Japaner um mich herum. Zwischendurch wurde auch mal meine Schulter als Kissen zweckentfremdet. Für Japaner muss so ein langer Flug etwas tolles sein. Mein Plan war ja eigentlich auch etwas zu schlafen. Doch keine Chance. Ging einfach nicht. Ich versuchte die meiste Zeit mit dem Unterhaltungsprogramm der Lufthansa rumzubringen. Erst mit dem Film Batman vs Superman, den ich nicht gut fand und dann mit den NFL Spielen Cincinatti vs Pittsburgh und Seattle vs Los Angeles. Danach hörte ich die meiste Zeit Musik.

Über dem Japanischen Meer herrschte wolkenfreier Himmel und ich hatte schon die Hoffnung auf schönes Wetter. Doch kaum über Japanischem Festland war alles zu mit Wolken. Die Landebahn habe ich erst kurz vor dem aufsetzen gesehen. Nach der Landung wird man sofort von freundlichen Flughafenmitarbeiterinnen begrüßt. Danach war der Weg ziemlch weit bis man schließlich zur Passkontrolle kommt und seinen Stempel bekommt. Das war zugegeben etwas seltsam. Der Mann hinter dem Schalter sprach kein Wort und sah nicht so aus, als ob er Spaß an seinem Job hätte. Dafür hatte ich einen Bildschirm der mir sagte was zu tun ist.

Tokyo Haneda

An der Gepäckausgabe musste ich dann fast 45 Minuten warten bis ich meinen Rucksack hatte. Das ist wenn man Hundemüde ist und 24 Stunden auf den Beinen ist eine ziemlich zähe Angelegenheit. Nach der Gepäckausgabe ging es zur Einreisekontrolle. Hier sprach der Mitarbeiter dann doch mit mir und wirkte deutlich freundlicher.

Drei Dinge waren nun am Flughafen noch zu erledigen. Einen Bankautomaten finden um das erste bisschen Bargeld abzuheben. Danach war mein Pocket-Wifi dran. Ohne Internet geht es halt nicht. Und zu guter letzt mein Japan Railway Ticket.

Zweieinhalb Stunden nach der Landung war mein nächstes Ziel meine erste Unterkunft. Dazu ging es mit der Monorail zuerst zur Station Hamamatsuchõ und von dort weiter nach Tokyo Station. Sich hier übermüdet und total geflasht zurechtzufinden ist nicht ganz so einfach. Das tolle an Japan ist aber, dass das wichtigste auf den Schildern auch in englisch steht. Trotzdem bin ich erstmal ein bisschen umhergeirrt. Man bekommt auch einen ersten Eindruck davon, wieviele Menschen in Tokyo unterwegs sind. Nachdem ich dann endlich den richtigen Weg zur privaten Marunouchi Linie fand, ging es bis zur Myogadani Station und von dort durch den mitlerweile eingesetzten Regen wirklich nur noch fünf Minuten zu meiner Unterkunft. Die Marunouchi Linie ist, da sie privat ist, nicht mit dem JP-Railway Ticket nutzbar. Es muss also ein extra Ticket gekauft werden oder man legt sich eine IC-Card zu und hat es etwas bequemer. Mit umgerechnet 1,50€ war die Fahrt recht günstig. In Japan zahlt man nicht nach Zonen, sondern nach tatsächlich gefahrener Strecke. In Deutschland hätte mich die Fahrt mindestens das doppelte gekostet.

In meiner kleinen aber feinen Unterkunft, erstaunlich was Japaner in so kleinen Wohnungen unterbekommen, angekommen wollte ich ursprünglich gleich wieder los um mich etwas umzusehen. Doch der Drang nach schlaf war dann leider doch stärker. Schäfchen zählen war also erstmal angesagt.

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4 comments

    1. Hallo Tessa,

      danke. Harajuku, Shibuya, Ikebukuro und Akihabara hab ich mir schon angesehen. Morgen gehts denke ich nach Asakusa und sonst mal gucken.

      Gruß
      Thomas

  1. Hallo Thomas,
    Du hättest 1 Monat später fahren sollen, dann hätten wir die Strecke zusammen machen können, Ich bin ab 4.11. für 6 wochen in Japan, ungefär die selbe Richtung. Mich würde dein kompletter Blog interessieren.
    Gruss
    Holger

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