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Losgelaufen in Japan – Tokyo (Ikebukuro, Harajuku, Shibuya)

Für knapp drei Wochen war ich in Japan unterwegs um Land und Leute kennenzulernen. Meine Route führt mich von Tokyo nach Kyoto, Fukuoka, Kagoshima, Osaka und Yokohama.

Ikebukuro, Harajuko, Shibuya,

In der Nacht hatte es glücklicherweise tatsächlich aufgehört zu regnen. Auf dem Plan standen heute Ikebukuro, Harajuku und Shibuya.

ikebukuro_articleZuerst an Ikebukuro Station, vom Personenaufkommen her gesehen zweitgrößte Bahnhof in Tokyo, angekommen heißt es erstmal orientieren. Die Fußwege im Untergrund der Metro scheinen hier wirklich ewig zu sein. Nachdem ich dachte ich finde keinen Weg mehr an die Oberfläche, tat sich dann doch eine Treppe vor mir auf. Zuerst mal hieß es orientieren und dann losgelaufen. Was soll ich sagen, das orientieren hat nicht so ganz geklappt. Ich bin an einem riesigen Universitätskomplex gelandet zu dem ich eigentlich garnicht wollte. Hier bin ich auch komplett gegen den Strom gelaufen. Eine Überzahl an Studenten kam mir entgegen um den Heimweg anzutreten.

ikebukuro_sidestreet_articleNachdem ich die Universität hinter mir gelassen hatte ergriff ich die Chance um auch mal etwas in den Seitenstraßen entlang zu schlendern. Mal Abseits der Hauptstraßen und der ganzen Leuchtreklame die einen ja schon bisweilen erschlagen kann wenn man das absolut nicht gewohnt ist. Man fühlt sich wie eine Mücke die eigentlich ganz woanders hin will um Blut anzuzapfen aber dann doch vom Licht auf magische Art und Weise angezogen wird.

So laut und so bunt es auf den Hauptstraßen ist, so leise und normal ist es nur eine Seitenstraße weiter. Vom Hauptstraßen Lärm bekommt man fast nichts mit. Hier bekommt man auch ein Gefühl dafür, wie das Tokyo hinter dem Leuchtreklamen Tokyo aussieht. Mülleimer für Plastikflaschen sind aber auch hier wie sonst in der restlichen Stadt ziemlich rar gesät. Ebenso Sitzbänke. Und ich komme jetzt ja so langsam in ein Alter, in dem man sich auch gerne einfach mal hinsetzt um zu rasten. 😉

harajuku_station_articleAls nächstes stand Harajuku auf dem Plan. In der einen und kürzeren Einkaufsstraße sind vorwiegend junge Leute anzutreffen die in secondhandläden den neuesten Modeschrei kreieren. Bunte Abwechslung zum sonstigen Business Stil den die meisten an den Tag legen. Für mich ist ehrlich gesagt weder das eine noch das andere so wirklich etwas.

omotesando_articleQuasi nur eine Straße weiter ist eine deutlich längere, also wirklich verdammt lang, Einkaufsstraße (Otomesando Street) gesäumt von einer Baumallee. Hier reihen sich auch deutlich mehr Edelboutiquen aneinander. Aber auch hier waren hauptsächlich junge Menschen bis mittleren Alters unterwegs. Tokyo scheint die alten Menschen zu verstecken. In sämtlichen Läden wird man von jungen Japanern Bedient. Nach den älteren muss man doch schon sehr genau Ausschau halten.

shibuya_articleNächster Halt Shibuya. Die wahrscheinlich nach dem Time Square in New York berühmteste Kreuzung der Welt. Natürlich hab ich es mir nicht nehmen lassen ein paar mal im Dreieck zu laufen und zu filmen. Und ich bin natürlich nicht der einzige der das macht. Die privatfilmer Dichte dürfte hier ziemlich hoch sein. Es dominiert wieder eindeutig die Neonreklame und aktuell eine riesige Baustelle zum Ausbau des Bahnhofs und dem Bau eines weiteren Hochhauses. Auf einer Seite wurde ich dann auch gleich mal für ein Interview abgegriffen. Für welches Medium hab ich irgendwie nicht so ganz verstanden. Nur dass es das Fernsehen nicht war. Ich sollte bitte beantworten, was mir an Tokyo bzw. Japan gefällt und was nicht und ob es leicht ist etwas zu essen zu bekommen, wie meine Reise aussieht und was ich noch so vor habe. Nach dem kurzweiligen zehnminütigen Interview fing es leider schon wieder leicht zu tropfen an. Das Zeichen für mich, mich zu meiner Unterkunft aufzumachen, aber nicht ohne mir noch was aus dem Getränkeautomaten zu lassen.

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