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Losgelaufen in Japan – Tokyo (Asakusa, Shinjuku)

Für knapp drei Wochen war ich in Japan unterwegs um Land und Leute kennenzulernen. Meine Route führt mich von Tokyo nach Kyoto, Fukuoka, Kagoshima, Osaka und Yokohama.

Und wieder hatte es bis kurz nach Mittag ziemlich stark geregnet. Ich brach also erst etwas später auf als der Regen wieder etwas nach lies.asakusashinjuku6_articleDas erste Ziel war Asakusa, wo auch der bekannte Sensoji Tempel ist und es von Touristen nur so wimmelt.asakusashinjuku14_articleasakusashinjuku15_articleBevor man aber zum Tempel kommt, muss man erstmal den Nakamise Markt durchqueren der wirklich sehr geschickt platziert ist. Grob überblickt bekommt man dort auch wirklich alles. Sei es ein Kugelschreiber, Bekleidung oder auch nur was zu essen.asakusashinjuku20_articleasakusashinjuku17_articleasakusashinjuku16_articleSobald es dunkler wird, hat der Markt vom Flair her für mich schon beinahe etwas von einem Weihnachtsmarkt. Seitlich geht es auch noch zum überdachten und neueren Markt Shin-Nakamise.asakusashinjuku13_articleAuch die Seitenstraßen wirken sehr interessant.asakusashinjuku1_articleasakusashinjuku2_articleasakusashinjuku3_articleDirekt neben dem Sensoji Tempel gab es auch noch eine kleinere Ansammlung von Essenständchen.asakusashinjuku7_articleHier haben mich die Takoyaki (übersetzt: gebackener Krake) dann einfach angelacht. Takoyaki sind kleinere Teigbällchen mit Oktopusstückchen im Inneren. Da ich ja eigentlich eine Fischallergie habe, hatte ich zugegeben zuerst ein ungutes Gefühl. Da ich aber das letzte mal vor ein paar Jahren wirklich Fisch gegessen hatte, dachte ich mir ich probier mein Glück einfach mal. Wird schon nichts passieren.asakusashinjuku4_articleasakusashinjuku5_articleUnd zu meinem Glück ist auch nichts passiert. Die Takoyaki waren einfach super lecker. Ich kann sie einfach nur empfehlen. Und da sich meine Fischallergie nicht bemerkbar machte, hatte ich nun auch durchaus Mut noch mehr zu probieren. An einer Ansammlung von Getränkeautomaten in der Nähe ließ ich mir dann auch noch das Getränk meiner Wahl raus und griff das erste mal daneben. Ich weiß nicht was es war, aber geschmacklich hatte es etwas von eingeschlafenen Füßen.asakusashinjuku8_articleAls nächstes ging es nach Shinjuku zum Rathaus von Tokyo um dort von der kostenfreien Aussichtsplattform dann doch noch vielleicht die Skyline etwas zu sehen. asakusashinjuku18_articleasakusashinjuku19_articleUrsprünglich wollte ich ja auf den Tokyo Skytree der auch nur fast einen Katzensprung von Asakusa entfernt ist, da es aber ständig regnete und ziemlich bewölkt war dachte ich mir ich spare mir das Geld lieber. Das Rathaus von Tokyo ist wirklich riesig und wird von einem noch riesigeren Areal umgeben, auf dem auch die Bezirksverwaltung und das Gemeindezentrum steht. Von Shinjuku Station aus ist man da schon ein bisschen unterwegs. Alternativ kann man aber auch zu einer U-Bahn Station ganz in der Nähe des Rathauses fahren, wollte ich aber nicht.asakusashinjuku9_articleLaut Infos meiner Reiseplanung im Vorfeld, musste ich am Bahnhof auch nur darauf achten den Bahnhof in westlicher Richtung zu verlassen. In Östlicher Richtung liegt das Rotlichtviertel. Hier kann es Abends anscheinend, vor allem wenn man alleine unterwegs ist, passieren in einen der Läden gezogen und abgezockt zu werden.
asakusashinjuku10_articleUnterwegs zum Rathaus hatte ein Taxifahrer mit seinem streikenden Motor zu kämpfen. Ich weiß garnicht, gibt es sowas wie einen ADAC in Japan? Wer da was weiß, kann mir ja gerne einen Kommentar da lassen. Von weitem war schon eine Kundgebung zu hören, dachte ich zumindest. Es war quasi eine one-man-show. Von einer Brücke aus sah ich neben dem nördlichen Rathausgebäude einen einzelnen Mann der Boxen aufgestellt hatte um dann mittels Megaphon etwas nach oben zu schreien. Leider weiß ich nicht was. Ich ging weiter.
asakusashinjuku11_articleUm auf die Aussichtsplattform zu kommen, muss man natürlich eine Sicherheitskontrolle über sich ergehen lassen die auf einem Schild angekündigt wurde. Die Sicherheitskontrolle war aber mehr rudimentär. Ich musste nur kurz meinen Rucksack öffnen. Ganz oben der Fotoapparat und darunter meine Jacke unter der theoretisch was weiß ich was hätte sein können durfte ich drin lassen. Da sieht man mal. In Japan hat man noch Vertrauen in die Menschen.

Beim Einstieg wird man von der nett lächelnden Aufzugsdame (gibt es hierfür eine Berufsbezeichnung?) begrüßt die die Knöpfe bedient. Danach ging es in 55 Sekunden auf knapp über 200 Meter. Und wie immer in Aufzügen hielten sich auch hier alle an die Regel blos nicht zu reden und blos nicht zu atmen.

asakusashinjuku12_articleZum Glück waren die Wolken nicht mehr ganz so tief und so hatte ich doch noch einen schönen Ausblick auf ein beleuchtetes Tokyo. Die Stadt ist einfach riesig. Blöd nur, dass man mit der Spiegelreflex durch die Glasschreiben nur sehr schwer bzw. garnicht fotografieren konnte. Es hat einfach zu sehr gespiegelt. Mit dem Smartphone ging es etwas besser.

Nach einer erneuten kurzweiligen Aufzugfahrt ging es für mich zurück in Richtung Bahnhof. Anstatt den selben Weg zurück zu gehen dachte ich mir ich nehme eine Abkürzung in dem ich einfach gerade aus weiter gehe. So komm ich doch sicherlich zum Bahnhof. Wie war das noch? Die meisten Abenteuer fangen an mit, „Hey ich kenne da eine Abkürzung…“ Gut es war kein Abenteuer, ich bin auch zum Bahnhof gekommen, aber am Bahnhof habe ich mich im Jungel der Anzeigetafeln fürchterlich verirrt. Da ich aber diese Zeilen schreibe, könnt ihr beruhigt sein. Ich habe es wieder heraus geschafft.

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